Wieso besteht eine Differenz zwischen den Werten für die Hochrechnung Windenergie auf netztransparenz.de/Menüpunkt „Marktprämie“ und den Werten zur Windenergie auf anderen Plattformen?
Bei der Veröffentlichung der Online-Hochrechnung der Istwerte für Windenergie Onshore handelt es sich bei den Daten der Jahre bis einschließlich 2014 um die gesamten bundesweit erzeugten und durch die ÜNB oder durch Direktvermarkter vermarkteten Stromeinspeisungen. Bei den Daten ab Januar 2015 wird an dieser Stelle die Hochrechnung nach Anlage 1 Nummer 3.1 EEG veröffentlicht. Reduzierungen der Einspeiseleistungen von der Hochrechnung zugrundeliegenden Anlagen sind bei der Hochrechnung entsprechend nicht berücksichtigt. Ein Vergleich mit den Zahlen vor 2015 oder ein Vergleich mit Werten auf anderen Plattformen ist daher nur eingeschränkt und unter Beachtung der unterschiedlichen Berechnungsvorgaben aus dem jeweils zugrundeliegenden EEG möglich.
Gibt es zur Berechnungsmethodik der Marktprämienhochrechnungen noch nähere Informationen von Seiten der ÜNBs?
Die ÜNB berechnen die Online-Hochrechnungen gemäß Nr. 5.1 aus Anlage 1 zum EEG aus einer repräsentativen Anzahl an gemessenen Referenzanlagen. Reduzierungen der Einspeiseleistungen von der Hochrechnung zugrundeliegenden Referenzanlagen sind bei der Hochrechnung entsprechend nicht berücksichtigt. Weitere Details können wir Ihnen leider aus rechtlichen Gründen nicht nennen.
Ergänzende Hinweise:
Die veröffentlichen RD-Daten enthalten den von den ÜNB angeforderten RD. Für die Online-Hochrechnung ist darüber hinaus auch der VNB-RD relevant.
Zusätzlich werden bei der Online-Hochrechnung nicht nur netzseitige, sondern auch marktseitige Abregelungen nicht berücksichtigt. Die marktseitigen Abregelungen werden von den ÜNB nicht veröffentlicht.
Ist das Einspeiseprofil der Marktprämienhochrechnungen mit der tatsächlichen Einspeisung aller in Deutschland einspeisenden EE-Anlagen vergleichbar?
Das Einspeiseprofil der Online-Hochrechnung bildet nach Nr. 5.1 aus Anlage 1 zum EEG die Reduzierungen der Einspeiseleistungen nicht ab, d.h. es wird die Annahme getroffen, als würden die EE-Anlagen ohne Reduktion voll einspeisen. Somit entspricht das Einspeiseprofil quasi der tatsächlichen Einspeisung aller EE-Anlagen zzgl. der Reduzierungen der Einspeiseleistung.