Umstieg auf SF6-freie Technologien

Schwefelhexafluorid oder SF6 kommt als Isolations- und Schaltmedium in Betriebsmitteln der Elektroindustrie zum Einsatz. Aufgrund des sehr hohen Treibhauspotenzials (GWP; 1kg SF6 = 23,500 kg CO2-Äq) muss SF6 ersetzt werden, um die Klimaziele Deutschlands zu unterstützen und zu erreichen. Infolgedessen wurde herstellerübergreifend massiv in die Entwicklung von SF6-Alternativen investiert als auch bei den Übertragungsnetzbetreibern das strikte Management des SF6-Gases eingeführt. 

Auch die Aktualisierung der EU-Verordnung für F-Gase (EU Verordnung 517/2014) greift das Thema auf. Hierbei ist eine neue Diskussion bezüglich der maximal zulässigen Klimaauswirkungen („Global Warming Potential“ oder kurz „GWP“) der jeweiligen alternativen Technologien in der Branche entbrannt. Die Übertragungsnetzbetreiber möchten zügig und flächendeckend auf die alternativen Technologien in Projekten umsteigen, die für die Umsetzung der Energiewende erforderlich sind, und haben als Unterstützung der Diskussionen eine gemeinsame mittel- und langfristige Sichtweise entwickelt (siehe unten). 

Die Kernaussagen sind dabei: 

  • Langfristiges Ziel der Übertragungsnetzbetreiber ist die ausschließliche Nutzung von natürlichen Gasen als Alternative zu SF6.
  • Die Übertragungsnetzbetreiber streben die Pilotierung von SF6-freien alternativen Technologien an, um zügig, flächendeckend und nachhaltig die Treibhausgasemissionen zu minimieren. 

Im Folgenden finden Sie die Positionspapiere der vier Übertragungsnetzbetreiber zur F-Gas-Verordnung, zur SF6-freien Technologie und zu alternativen Gasen als Download. 

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Weitere Veröffentlichungen zu diesem Thema: