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KWKG-Umlage 2017

KWKG-Umlage vor dem Hintergrund der KWKG-Novelle

Das Änderungsgesetz zum Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) ist am 28.12.2016 im Bundesgesetzblatt (BGBL. I S. 3106) verkündet worden und ist am 01.01.2017 in Kraft getreten.

KWKG-Umlage ab 1. Januar 2017 nach aktuell gültigem KWKG

Gemäß § 37 Abs. 1 KWKG ist die von den Übertragungsnetzbetreibern im Oktober 2016 auf Grundlage der parlamentarischen Beratungen ermittelte und veröffentlichte indikative KWK-Umlage in Höhe von 0,438 Cent pro Kilowattstunde für das Jahr 2017 maßgebend.

Auf Basis von den unterlagerten Netzbetreibern sowie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gemeldeten Prognosewerten wurden die zu erwartenden Belastungen gemäß dem aktuellen Gesetzesentwurf zum KWKG identifiziert und die für Letztverbräuche bundesweit anwendbaren Aufschläge ermittelt und veröffentlicht.

Auf Basis der Mitte Oktober 2016 bei den ÜNB vorliegenden Prognosedaten über die Höhe der für 2017 erwarteten förderfähigen KWK-Strommengen und der Höhe des gesamten zu erwartenden Fördervolumens ergibt sich für das Jahr 2017 eine KWKG-Umlage als Aufschlag auf die Netzentgelte für alle nichtprivilegierten Letztverbräuche in Höhe von rd. 0,383 ct/kWh.

Die Jahresabrechnung KWKG 2015 auf Basis vorliegender WP-Bescheinigungen ergibt einen nachzuholenden Betrag in Höhe von 148,28 Mio. Euro, was zu einem zusätzlichen Aufschlag für alle nichtprivilegierten Letztverbräuche in Höhe von rd. 0,056 ct/kWh führt.

In Zusammenfassung der o.g. Daten ergibt sich ab dem 01.01.2017 eine KWKG-Umlage in Höhe von 0,438 ct/kWh auf die nichtprivilegierten Letztverbräuche.

Für die privilegierten Letztverbräuche sind die speziellen Bestimmungen der §§ 27 bis 27c sowie §36 Abs. 3 KWKG anzuwenden.

Genereller Hinweis zu Nachholaufschlägen

Beginnend mit der Jahresabrechnung 2012 entfällt eine rückwirkende Abrechnung der ÜNB mit den Netzbetreibern auf Basis der tatsächlichen KWK-Aufschläge (s. BDEW-Umsetzungshilfe zum KWK-G vom 20.09.2013). Die Differenz zwischen den in 2015 erhobenen und den aus der Ist-Abrechnung 2015 resultierenden Aufschlägen wird bei der Berechnung der KWK-Aufschläge 2017 berücksichtigt. Diese Nachholaufschläge sind von den Netzbetreibern bei den Letztverbrauchern zu erheben und an den regelungsverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber zum Ausgleich der aus der Jahresabrechnung 2015 verbleibenden Differenz durchzureichen.

Datenbasis zum Indikativen KWK-Aufschlag 2017, Stand 25.10.2016